Wir haben ein Datum: iHaus V4 erscheint im November 2026 im App Store. Zum 30. November stellen wir die bisherige App ein. Hier steht, warum wir so lange gebraucht haben, wo wir heute stehen – und wie du die neue Version schon vor dem Store ausprobieren kannst.
Der letzte Beitrag an dieser Stelle ist von 2022. Das ist eine lange Stille, und sie hatte einen Grund.
Warum das so lange gedauert hat
Wir haben iHaus nicht überarbeitet. Wir haben es niedergerissen und neu gebaut – vom Fundament an. Nicht, weil uns die alte App nicht mehr gefiel, sondern um Abhängigkeiten abzuschneiden: von fremden Diensten, von einzelnen Herstellern, von Technik, die in fünf Jahren niemand mehr pflegt. Vier Dinge mussten dafür ins Fundament, und keines davon lässt sich nachträglich einziehen.
Eine neue Statik. Das iPad an der Wand ist der Haus-Server, das iPhone der Bedienplatz – klare Rollen, eine einzige Wahrheit im Haus. Vorher gab es viele Geräte, die alle ein bisschen recht hatten. Diese Statik entscheidet darüber, ob ein Haus auch dann noch stimmt, wenn ein Gerät ausfällt, neu startet oder wochenlang nicht da ist.
Rollen und Rechte. Ein Zuhause ist kein Einzelplatz. Bewohner, Kinder, Gäste, der Nachbar mit dem Schlüssel, vielleicht ein Pflegedienst – wer darf bedienen, wer einrichten, wer die Tür öffnen. Das haben wir von unten eingezogen, nicht aufgesetzt.
Lokale Funktion. Alles Wesentliche läuft im Haus, nicht im Rechenzentrum: schalten, dimmen, Rollläden fahren – und vor allem die Wächter für Brand und Wasser. Fällt die Leitung nach draußen aus, bleibt das Haus wach. Was doch hinaus muss, läuft über Infrastruktur, die wir selbst betreiben, in europäischen Rechenzentren.
Offene Standards statt Einzelanbindungen. Als Nervensystem im Haus nutzen wir MQTT, einen offenen Standard mit einem eigenen, abgeschotteten Kanal je Haus. Und wir bauen Matter ein – den Standard, auf den sich Apple, Google, Amazon und die Hersteller geeinigt haben. Wo Matter drin ist, gibt es keine Brücke mehr zu bauen. Wann Matter bei dir ankommt, sagen wir, wenn es im Haus läuft – nicht vorher.
Dazu kommt die Zeit, die man nicht abkürzen kann: der Beweis im bewohnten Haus. V4 läuft seit Monaten im Dauerbetrieb – mit KNX, mit Rauch- und Wassermeldern, mit Photovoltaik, sieben Tage die Woche. Ein Smart Home darf nicht in der Vorführung funktionieren, sondern am Sonntagabend, wenn niemand hinschaut.
Wo wir heute stehen
Seit Juni haben wir 174 Stände von V4 gesichert – jeder davon ein Zwischenschritt, der im Haus gelaufen ist, bevor der nächste kam. Dahinter stehen rund 1.000 Änderungen am Code und seit August 292 Bau-Runden nach immer demselben Muster: bauen, ins Haus, beweisen, sichern. Unzählige TestFlight-Versionen sind in dieser Zeit durch Apples Prüfung gegangen; die aktuelle ist von heute.
Warum wir das aufzählen? Weil man einem Smart Home nicht ansieht, ob es gereift ist. Man sieht es erst, wenn der Rauchmelder um drei Uhr nachts anschlägt und alles in der richtigen Reihenfolge passiert.
Was heute schon läuft
KNX, Hue, Sonos, Shelly, Nuki, Home Connect, Netatmo, HomeKit, SMA – die Geräte, die in einem echten Haus vorkommen, nicht die aus dem Prospekt. Eine KNX-Anlage liest V4 aus der Projektdatei ein. Eine Shelly-Steckdose lernst du mit dem iPhone in der Hand an, ohne WLAN-Wechsel von Hand. Und wenn fünf gleiche Dosen im Regal stehen, blinkt auf Wunsch die richtige.

Die vier Wächter für Brand, Wasser, Unwetter und Wohlbefinden. Heute haben wir die Rauchmelder-Kette zum wiederholten Mal von vorn bis hinten durchgespielt: Prüftaste am Melder – Durchsage aus dem iPad und über Sonos, roter Schirm auf allen Geräten, Mitteilung auf jedem Handy, Eintrag im Haus-Tagebuch, Probe-Meldung an die Leitstelle. Alles automatisch, alles als Probe gekennzeichnet, niemand rückt aus. Genau so soll ein Bewohner seine Anlage prüfen können: einmal im Monat, mit dem Finger am Melder.
Der Teil, auf den wir am meisten stolz sind, steht nicht im Prospekt: V4 denkt Sicherheit größer als eine Alarmanlage. Jedes Gerät, jeder Sensor, jede Automatik kann zur Meldelinie werden – die Heizung, die ausfällt, der Kühlraum, der zu warm wird, die Photovoltaik, die verstummt. Dein Zuhause führt darüber ein ehrliches Tagebuch. Die Aufschaltung auf eine rund um die Uhr besetzte Leitstelle bereiten wir vor; sie kommt als eigene Leistung, sobald sie steht. Bis dahin gilt, was bei uns immer gilt: Wir versprechen nichts, was nicht arbeitet.
Jack, der Assistent im Haus, der dir sagt, was gerade offen ist, was läuft und wann heute der Strom am saubersten ist. Das CO₂-Konto, das mitzählt, was du einsparst. Die Mess-Steckdosen, die von allein erkennen, ob der Gefrierschrank taktet oder jemand die Kaffeemaschine benutzt hat. Und die iHaus DNA – das Gedächtnis des Hauses, das das Haus nie verlässt.

Das komplette Handbuch mit 27 Kapiteln beschreibt jede dieser Funktionen so, wie sie heute in der App ist. Es wächst mit jedem Stand.
Woran wir gerade arbeiten
Die großen Teile sind gebaut. Jetzt geht es um das, was man erst im Alltag merkt: der Moment, in dem das iPhone das WLAN wechselt und die Tastatur klemmt. Der Dienst, der drei Stunden nach der Anmeldung stumm wird. Die Kachel, die erst nach einem Wisch erscheint statt sofort. Jeder dieser Funde hat in dieser Woche einen Bau bekommen, und jeder Bau seinen Beweis im Haus.
Diese Art Fehler findet man nicht am Schreibtisch. Man findet sie, wenn andere Menschen die App in anderen Häusern benutzen, mit anderen Routern, anderen Geräten, anderen Gewohnheiten.

Wer mittesten möchte
Deshalb öffnen wir den Kreis. Wenn du iHaus V4 vor dem Store ausprobieren willst, brauchst du:
- ein iPad (ab iPadOS 16), das im Haus bleibt – das wird dein Server,
- ein iPhone als Bedienplatz,
- ein paar Geräte, die V4 kennt – KNX, Hue, Sonos, Shelly, Nuki, Home Connect oder Netatmo genügen, es müssen nicht alle sein,
- und ein bisschen Lust, uns zu schreiben, wenn etwas nicht so läuft wie beschrieben.
Schreib an support@ihaus.ag mit dem Betreff „Tester V4″ und zwei Sätzen zu deinem Haus. Du bekommst den TestFlight-Zugang, das Handbuch kennst du schon, und die App hat einen Knopf, der uns bei Bedarf den Flugschreiber schickt – du musst nichts abtippen. Was du dafür bekommst: die Version, bevor sie in den Store kommt, und ein direkter Draht zu den Leuten, die sie bauen.
Wir suchen keine hundert Tester. Wir suchen zehn Häuser, die anders sind als unseres.
Warum wir ab jetzt Du sagen
Dir ist es vielleicht schon aufgefallen: Wir sind zum Du gewechselt – in der App, im Handbuch, auf unseren Seiten und hier. iHaus spricht mit dir an Orten, an denen sonst niemand mit dir spricht: morgens um sieben in der Küche, nachts, wenn ein Melder anschlägt. Ein Gerät, das in solchen Momenten „Bitte beachten Sie“ sagt, klingt wie eine Behörde. Und ein Rauchalarm hat eine Sekunde Zeit, verstanden zu werden – „Verlasse das Haus“ ist kürzer als jede höfliche Umschreibung. Eine Software, die dein Zuhause kennt, darf aufhören, sich zu siezen.
Was das für deine jetzige App bedeutet
Hier die unbequeme Nachricht, offen gesagt: Deine Einstellungen ziehen nicht mit um. V4 steht auf einer komplett neuen Architektur mit neuem Backend, und nicht alle Anbindungen der alten Welt sind mitgekommen. Eine Migration wäre eine Brücke zwischen zwei Häusern, von denen eines abgerissen wird.
Dafür ist die Einrichtung in V4 so einfach wie nie: Geräte anstecken, die App führt dich durch. Eine KNX-Anlage wird nicht mehr Gerät für Gerät angelegt – V4 liest deine Projektdatei ein und baut daraus dein digitales Zuhause. Wenn du Unterstützung beim Umstieg möchtest, sprich uns an; wir helfen bei der Neuinstallation gegen Kostenerstattung.
Die alte App (Version 2.15.4) erhält nach dem 30. November 2026 keine Updates und keinen Support mehr.
Was du jetzt tun kannst
Auf iHaus V4 – die nächste Generation steht alles im Detail: was V4 kann, wo deine Daten liegen, welche Fragen wir am häufigsten bekommen. Das Handbuch ist online – du kannst heute nachlesen, wie sich V4 anfühlt. Und wer mittesten will, weiß jetzt, wohin.
Fragen zum Umstieg, ein Projekt oder der Wunsch nach einem Gespräch? Schreib an support@ihaus.ag. Wir melden uns.
Robert Klug, Vorstand der iHaus AG



