Der aktuelle Stand der Rauchmelderpflicht
In allen 16 Bundesländern ist die allgemeine Rauchmelderpflicht gesetzlich festgelegt. Dabei gilt sie in 15 von 16 Bundesländern auch für Bestandsbauten.
Die Übergangsfrist für Bestandsbauten endet am 31.12.2020.
Seit der Einführung des Bundesbaugesetzes (BBauG) 1960, gibt es keinen Paragraphen, der eine Verpflichtung für Feuermelder einheitlich festlegt. Deshalb ist in Deutschland die Ausstattung von Immobilien mit Rauchwarnmeldern in der jeweiligen Landesbauordnung der einzelnen Bundesländer geregelt.
Nach der gesetzlichen Grundlage DIN 14676 gilt eine Rauchmelderpflicht für alle nach außen abgeschlossenen Räume, die zu Wohnzwecken bestimmt sind und die Führung eines eigenen Haushalts ermöglichen.
Zusätzlich gilt die Rauchmelderpflicht auch für
  • Freizeitunterkünfte und Ferienwohnungen
  • Beherbergungsbetriebe mit maximal elf Gastbetten
  • Containerräume
  • Hütten und Gartenlauben
  • Flure und Gänge mit gesonderter Brandlast
Bei Rauchmeldern bzw. Feuermeldern ist besonders die CE-Kennzeichnung wichtig. Sie zertifiziert die Einhaltung europäischer Herstellungsstandards für Elektrogeräte – und soll damit hohen Schutz gewährleisten.

In diesen Räumen müssen Rauchmelder montiert werden:

Die gesetzlichen Vorgaben entsprechen dem Mindestschutz in der unteren Grafik. Zusätzlich sollten im Wohnzimmer und der Küche Rauchmelder installiert werden.
Die Rauchmelderpflicht gilt für folgende Räume:

Wer übernimmt die Kosten für Rauchmelder?

Unterschiedlich in der Rauchmelderpflicht geregelt ist, ob Mieter oder Vermieter für den Einbau und die Wartung der Brandmelder zuständig sind. In den meisten Bundesländern zahlt der Eigentümer für den Einbau der Warnmelder, der Mieter kommt für die Wartungskosten auf. In manchen Ausnahmen ist jedoch der Eigentümer sowohl für die Installation als auch für die Betriebsbereitschaft der Feuermelder zuständig. Wird ein Unternehmen für die regelmäßige Wartung der Rauchmelder beauftragt, kann der Vermieter deshalb die Kosten auf die Miete umschlagen, da es sich um eine Modernisierung im Sinne der §§ 554 Abs. 2 und 559 BGB handelt.

Wer kann Rauchmelder-Installationen steuerlich absetzen?

Den Kauf und kompletten Einbau kann der Eigentümer als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Im selbstgenutzten Eigenheim sind dagegen die Kosten für den Kauf des Rauchmelders nicht absetzbar – sie gelten als privat veranlasst. Trotzdem kann der Einbau von Brandmeldern Steuern sparen, nämlich dann, wenn die Anbringung von einem Handwerker durchgeführt wurde.