Seit dieser Woche startet bei uns die Spülmaschine, wenn der Strom grün ist. Nicht, weil jemand auf die Uhr schaut, sondern weil der iHaus-Server es ihr sagt. Hier erzählen wir, was wir dafür gebaut haben und was es für dein Haus bedeutet.
Was wir gebaut haben
Hausgeräte sprechen seit einigen Jahren eine gemeinsame Sprache für Energie: EEBUS, ein offener Standard der Gerätehersteller. Über ihn kann ein Gerät sagen, wie lange es braucht, wie viel Leistung es zieht und in welchem Zeitfenster es starten darf. Was fehlt, ist jemand im Haus, der zuhört und entscheidet.
Diesen Teil haben wir gebaut: einen Energiemanager, der im iHaus-Server läuft, also im iPad an der Wand. Er findet die Geräte im Heimnetz, koppelt sich einmal mit ihnen, liest ihr Zeitfenster und gibt das Startsignal. Jedes Haus hat dafür ein eigenes Zertifikat. Keine Zusatzbox, kein zweites Gerät im Schrank.
Vom ersten Kontakt bis zum Start ohne Handgriff hat es gut zehn Tage gedauert. Am 13. September hat unser Energiemanager zum ersten Mal mit einem Geschirrspüler gesprochen, am 19. hat er ihn gestartet, am 20. lief alles auf dem iPad an der Wand. Am 24. September sind Spülmaschine und Waschmaschine in der grünen Stromzeit angelaufen, ohne dass jemand einen Finger gerührt hat. Das CO₂-Konto hat 540 Gramm gutgeschrieben.
Wie es sich im Alltag anfühlt
Du räumst die Maschine ein, wählst das Programm und drückst den Startknopf, wie immer. Ab da ist die Maschine scharf: Sie wartet. Ein blauer Ring in der iHaus-Kachel zeigt dir, dass iHaus übernommen hat.
Kommt die grüne Stromzeit, weil Wind und Sonne gerade viel liefern oder dein Dach Überschuss hat, startet iHaus die Maschine. Kommt sie nicht, startet die Maschine spätestens zu der Uhrzeit, die in der Kachel steht. Das Geschirr ist also immer rechtzeitig sauber.
Der Strom fließt dabei wie immer über den Hausanschluss in die Maschine. iHaus liegt nicht in der Leitung, es gibt nur das Signal.
Zwei Wege zur Maschine
Direkt im Heimnetz. Unser Geschirrspüler und unser Trockner sprechen EEBUS und damit direkt mit dem iHaus-Server. Kein Umweg, keine Cloud dazwischen.
Über die Cloud des Herstellers. Nicht jede Maschine spricht EEBUS im Heimnetz. Unsere Waschmaschine aus dem Jahr 2024 zum Beispiel nicht, neuere Geräte gehen teilweise nur noch über die Cloud ihres Herstellers. Für diese Maschinen hat iHaus einen zweiten Weg: Jede Waschmaschine, jeder Trockner und jeder Geschirrspüler, der mit der App des Herstellers verbunden ist und Fernstart kann, lässt sich von iHaus in der grünen Stromzeit starten.
Am Gerät bleibt es beim gewohnten Handgriff: Programm wählen, bei Wasch- und Spülmaschine Start drücken, dann Fernstart freigeben. Beim Trockner genügt der Fernstart. Ab da wartet die Maschine auf iHaus. Ist die Tür offen, die Kindersicherung an oder der Fernstart nicht freigegeben, steht das in der Kachel im Klartext. Backofen und Kochfeld startet iHaus nicht, die sperrt der Hersteller aus gutem Grund.
Lokal, wo das Gerät es kann, über die Hersteller-Cloud, wo es sein muss. Du merkst keinen Unterschied: gleiche Kachel, gleicher Knopf, gleiches Verhalten.
Was wir unterwegs gelernt haben
Jedes Gerät kennt genau einen Energiemanager. Du meldest iHaus also einmal am Gerät an, und dann bleibt es dabei. Und das Zeitfenster kommt vom Gerät selbst: Das Gerät sagt, wann es darf. iHaus sagt, wann es soll.
Zurückgeben
Unser Energiemanager steht auf einer offenen Bibliothek. An zwei Stellen haben wir sie angepasst, damit sie mit den Geräten in unserem Haus spricht. Diese Anpassungen geben wir an die Entwickler der Bibliothek zurück.
Was damit möglich ist
Heute: Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner laufen in der grünen Stromzeit. Mit derselben Technik kommen Wärmepumpe und Wallbox als Update. Das sind die Geräte, bei denen es im Haus wirklich um Strommengen geht.
Unser Rat dazu passt in zwei Sätze: Such dir einen Stromanbieter mit gutem Preis, und nutze den Strom, wenn er grün ist. Das eine ist deine Wahl, das andere macht iHaus. Nicht wegen der 100 Euro im Jahr, sondern wegen der zwei Tonnen CO₂.
Der Energiemanager ist Teil von iHaus V4, die im November in den App Store kommt. Wer schon jetzt mittestet, hat ihn bereits. Mehr dazu auf der Seite iHaus ist der Energiemanager deines Hauses.
Robert Klug, iHaus AG
Beitragsbild: BSH Hausgeräte GmbH



